Lassahner SV 90 – SV Blau-Weiß 90 Melkof 2:3 (0:1)
Aufstellung: Denny, Lisser – Andre – Todder – Zahni (74. Brandy), Chriller – Schrö – Dümi – Mischer, Tobi (88. Mixer) – Witze (74. Paul)
Bank: Marcus, Mixer, Paul, Brandy, Haupti
Tore: 1:0 Witze (22.) nach schöner Kombination mit Mischer - 1:1 Schuss aus 5m (60.) - 2:1 Mischer (72.) schöner Distanzschuss - 3:1 Tobi (78.) in reiner Torjäger Manier - 3:2 Schuss aus 10m (89.)
Spielbericht: Am 9. Mai 2010 stand das Auswärtsspiel beim Lassahner SV auf dem Plan. Durch die Niederlage, die Vellahn dort einstecken musste, waren wir natürlich gewarnt. Dennoch war der allgemeine Tonus, dass wir dieses Spiel trotzdem gewinnen sollten können. Bei eigenem Sieg und gleichzeitiger Niederlage oder Unentschieden von Vellahn wäre es uns bereits am Sonntag schon möglich gewesen, vorzeitig die Meisterschaft zu gewinnen. Also ging es mit Schackis Partybus und einen guten Moscato von Chriller auf nach Lassahn.
Es gab nur geringfügige Änderungen im Vergleich zum Setzin Spiel. Schacki übernahm für Haupti im Tor. “Vedad Fisch” spielte auf der Rechtsverteidigerposition, die im Spiel gegen Setzin anfangs noch Chriller bekleidete. Dieser rückte für Mischer ins rechte Mittelfeld. Dieser wiederum übernahm die linke Außenbahn für Pörnchen, der noch an einer Zerrung oder Muskelfaserriss laboriert (Selbstdiagnose). Es schien aber fast so, als könnte er mit der Rolle am Spielfeldrand und allem was dazu gehört auch recht gut leben.
Natürlich versuchten wir dieses Spiel auch eher spielerisch zu gewinnen. Aber es gibt einfach solche Spiele, da klappt gar nichts. Der finale Pass kommt einfach nicht an, es wird immer der falsche Mann angespielt oder man kommt gar nicht dazu zu spielen, weil man die Bälle nicht unter Kontrolle bringt und der Gegner auch einfach nicht mitspielt. Hatten wir letzte Woche mit Setzin noch einen mitspielenden Gegner, der seinerseits versuchte einen geordneten Spielaufbau aufzuziehen, so war es diesmal mit Lassahn eher das Gegenteil. Lassahn stand tief und versuchte immer wieder mit langen Bällen das Mittelfeld schnell zu überbrücken, um dann auf ihre beiden guten und aktiven Stürmer zu vertrauen. An sich eine Taktik, die eher selten von Erfolg gekrönt ist. Doch an diesem heutigen Tage schien das ein durchaus probates Mittel zu sein. Hinten offenbarten wir ungewohnte Schwächen bei hohen Bällen. Gut, sicherlich spielte da auch die Open Air Party im Vellahner Waldbad nachts zuvor eine Rolle. Denn so ganz klar in der Birne schien der ein oder andere noch nicht zu sein, zumindest in der ersten Hälfte nicht.
Trotzdem sollten wir nach einer schönen Kombination in der 22. Minute in Führung gehen. Am Ende einer schönen Kombination über mehrere Stationen brachte Mischer Witze ins Spiel, der auf seinem Weg zum Tor noch zwei Gegenspieler stehen ließ und alleine vor dem Torwart die Nerven behielt und den Ball sicher links unten einschob. Doch wer gedacht hat, dass jetzt der Knoten geplatzt sei, sah sich eines Besseren belehrt. Vieles blieb einfach nur Stückwerk. Der jetzt einsetzende Regen trug da sicherlich nicht gerade zur Verbesserung des Spiels bei. Aber auch Lassahn hatte es schwer, sich klare Torchancen herauszuspielen. Zumindest solange, bis der Schiri da etwas unterstützend eingriff. Bei einem leichten Zusammenprall im Strafraum von dem eher schmalen André mit dem bulligen Stürmer von Lassahn fiel dieser einfach hin und wurde mit dem 11m belohnt. Eine fragwürdige Entscheidung. Der fällige 11m wurde dann auch verschossen. War dann wohl wirklich ein unberechtigter Strafstoß gewesen.
Bei mittlerweile strömenden Regen ging es also mit einer 1:0 Führung für uns in die Kabine.
Die zweite Halbzeit brachte auch nicht wirklich spielerische Fähigkeiten und kreative Finesse mit sich. Stattdessen mussten wir in der 60. Minute den Ausgleich hinnehmen. Auf der Außenbahn kam ein Lassahner Spieler zum Flanken. Diese wurde abgefälscht und so kam der Ball zum freien Mann im Strafraum, der zuviel Platz hatte und diesen Ball in den linken oberen Winkel knallte. Nach kurzer Ernüchterung übernahmen wir danach aber wieder die Initiative. Allerdings war es nicht immer ganz leicht mit dem arroganten Schiedsrichter. Aberwitzige Abseitspositionen gegen uns wurden gepfiffen und ein klarer 11m bei dem der Lassahner Torwart Witze umhaute, nachdem sich dieser den Ball schon am Torwart vorbeigelegt hatte, wurde nicht gepfiffen. Leute durften umgecheckt werden (Schrö), ohne dass das geahndet wurde. Bei Seitenaus wurde, Abstoß gepfiffen und so weiter…Als dann der Schiedsrichter einen Ball ins Gesicht geschossen bekam, konnte sich der ein oder andere ganz sicher nicht das Lachen verkneifen. Im Nachhinein, als man sah, dass der Schiedsrichter nach dem Spiel mit den Lassahnern gemütlich Bier trank und nen Schnack hielt, waren der ein oder andere ausgebliebene Pfiff sicherlich nachzuvollziehen.
Nagut, wollen wir uns nicht beschweren. Denn in der 72. Minute konnte Mischer den Keeper mit einem Distanzschuss aus gut 20m überwinden, bei dem der Torwart allerdings alles andere als gut aussah. ^^ Direkt danach war für Witze und Zahni Schluss, da sie zur Arbeit mussten. Dafür kamen Brandy und Brückenbubi. Brandy übernahm die Rolle des Linksverteidigers, Brückenbubi für Mischer das linke Mittelfeld und Mischer rückte dafür in den Sturm. Dann schlug die Stunde von Vedad. Vedad Fisch himself mal wieder mit einem seiner unnachahmlichen Schussversuche, die ja immer sonstwohin gehen, nur nicht aufs Tor.
Auch diesmal ging der Schuss nicht aufs Tor, mutierte dabei aber zur idealen “Vorlage” für Mahatmahoni. Der lief irgendwie gegen den Ball und so rumpelte dieser in der 78. irgendwie ins Tor. Eine wahrlich schöne Co-Produktion.
Am Ende wurde es dann nochmal etwas spannend, als Lassahn auf 2:3 verkürzen konnte. Dabei wehrte Rossi eine Flanke zu kurz per Kopf ab und legte so perfekt für den 10er von Lassahn auf. Und auch dieses Ding sollte in der 89. Minute wieder nur genau ins linke Tordreieck gehen. Da war wieder nix zu machen. Lassahn warf jetzt nochmal alles nach vorne. Aber in ernsthafte Bedrängnis gerieten wir nicht mehr. Kurz darauf war dann auch Schluss.
Da Vellahn ihr Spiel gegen Wittenburg auch gewann, musste Chriller seinen Moscato in der Tasche lassen. Dafür haben wir am kommenden Sonntag im Spiel gegen Bresegard-Moraas II die Möglichkeit mit einem Unentschieden den Titel praktisch und mit einem Sieg den Titel auch schon theoretisch vorzeitig zu Hause klarzumachen, wo es ja auch viel schöner ist. Bis dahin eine schöne Woche.






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